Tipps zur Lagerung von Obst zuhause: Damit Äpfel, Bananen, Erdbeeren und Zitronen länger genießbar bleiben

“An apple a day, keeps the doctor away”. Obst ist gesund, das wissen wir wahrscheinlich alle, seitdem wir Kind sind. In den meisten Haushalten findet sich eine kleine Auswahl an Obstsorten für den täglichen Verzehr. Damit das Obst zuhause nicht schlecht wird und Du Lebensmittelverschwendung vermeidest, geben wir euch hier einige wichtige Tipps zur Lagerung von Äpfeln, Bananen, Erdbeeren und Zitronen.

Äpfel richtig lagern: Das musst Du beachten

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Äpfel gibt es das ganze Jahr über im Supermarkt - auch aus Deutschland. Und das, obwohl die Ernte-Saison - je nach Sorte - in Deutschland “nur” zwischen August und Oktober ist. Grund dafür: Äpfel lassen sich richtig gut lagern. Und auch zuhause kannst Du die Haltbarkeit mithilfe ein paar einfacher Tricks verlängern.

Für Verzehr innerhalb von ein paar Wochen:

  • Getrennt von anderem Obst & Gemüse lagern: Äpfel sondern das sogenannte Reifegas Ethylen ab, was wiederum die meisten Obst- und Gemüsesorten, die sich in der direkten Nähe befindet, ebenfalls weiterreifen lässt. Äpfel sind damit für gemischte Obstschalen nicht geeignet.
  • Kühl und dunkel lagern: Bester Ort für Äpfel ist ein kühler, dunkler Raum wie zum Beispiel der Keller. Alternativ eignet sich auch eine kühle Vorratskammer.
  • Gemüsefach im Kühlschrank nutzen: Bei geplantem Verzehr in den ersten Tagen fühlen sich Äpfel auch im Kühlschrank wohl - dabei darf es jedoch nicht zu kalt werden
  • Äpfel müssen trocken sein: Am besten wäschst Du deine Äpfel erst kurz vor Verzehr!

Du möchtest du Äpfel ein paar Monate haltbar machen? Auch hier gilt: Lagere die trockenen Äpfel in einem kühlen, dunklen Raum wie Keller oder Dachboden. Außerdem gibt es folgendes zu beachten:

  • Nur ganze Äpfel einlagern: Äpfel für eine längere Lagerung sollten keine Faulstellen, Druckstellen oder Wurmlöcher aufweisen
  • Äpfel sollten sich nicht berühren: So vermeidest Du Druckstellen, die dann faulen können. Also auch nicht stapeln!
Du kannst Äpfel auch einfrieren. Die Konsistenz und der Geschmack ändern sich dabei jedoch leicht - die Äpfel eignen sich aber immernoch wunderbar zum Backen oder um daraus Apfelmus zu machen. Einfrieren funktioniert am besten in Stücken. Zum Auftauen die Äpfel erst in den Kühlschrank legen und dann bei Zimmertemperatur auftauen. Laut BMEL sind Äpfel bis zu 5 Monate haltbar (tiefgefroren sogar 6-12 Monate). Und wenn doch mal Dellen im Apfel sind, verarbeite sie zu einem Saft oder apple crumble.

Bananen aufbewahren: So bleiben sie lange gut

Bananen sind in Deutschland immer von weit her importiert. Darum ist es besonders wichtig, eingekaufte Bananen wertzuschätzen, indem wir sie richtig aufbewahren und damit vermeiden, dass wir sie wegschmeißen müssen. Oft werden Bananen noch grün geerntet, weil sie auf dem Transportweg (und auch im Supermarkt und Zuhause) weiterreifen.

Bei der Aufbewahrung von Bananen gibt es Folgendes zu beachten:

  • Hell und warm lagern: Bananen wachsen in warmen Gebieten - kein Wunder, dass sie Kälte nicht mögen
  • Direkte Sonne vermeiden: Obwohl Bananen es warm mögen, solltest Du direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, weil sie dann schneller reifen.
  • Aufhängen statt hinlegen: Bananen mögen es, in ihrer Wachstumsposition aufbewahrt zu werden, womit Druckstellen vermieden werden.
  • Falls verpackt, Plastik entfernen: So kann Feuchtigkeit entweichen
  • Getrennt von anderem Obst & Gemüse lagern:Bananen stoßen ebenfalls das Reifegas Ethylen aus, was anderes Obst & Gemüse schneller reifen lässt. Falls dir die Banane noch zu grün ist, kannst Du dir das Ethylen jedoch zu Nutze machen: Lege die Bananen dann zum Beispiel neben Äpfel.
  • Wenn Du den Reifungsprozess verlangsamen möchtest:Wickel den Strunk mit Folie ein. Damit verhinderst Du, dass das Ethylengas an die restlichen Stellen der Banane kommt.
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Du kannst Bananen geschält und portioniert auch einfrieren. Die aufgetaute Banane eignet sich dann besonders gut für Kuchen oder Süßspeisen wie Bananeneis. Ist Dir die Banane doch mal zu braun, verarbeite sie doch zu einem Bananenbrot oder Smoothie. Laut BMEL sind Bananen bis zu 1 Woche - hängend sogar 2 Wochen - haltbar. Wir empfehlen hier “sehen, riechen, schmecken”: Vertraue Deinen Sinnen bei der Beurteilung, ob Bananen noch essbar sind.

Erdbeeren richtig lagern: So bleiben sie länger frisch

Wer freut sich im Frühling nicht auf die ersten heimischen Erdbeeren? Die roten Beeren sind gesund und lecker! Am besten pflückst Du sie Dir selbst vom Feld - dann sind sie besonders frisch. So oder so: Erdbeeren schmecken in den ersten Stunden bzw Tagen nach der Ernte am besten.

Mit den folgenden Tipps kannst Du die maximale Frische erlangen:

  • Kühl und dunkel lagern: Obwohl Erdbeeren auf dem Feld unter der warmen Sonne reifen, mögen sie es nach der Ernte lieber kalt und dunkel - zum Beispiel im Gemüse-/Obstfach des Kühlschranks.
  • Aus der Verpackung nehmen: Ausgepackt bildet sich kein Kondenswasser und somit auch kein Schimmel.
  • Genug Platz geben: Am besten verteilst Du Erdbeeren auf einem Teller, sodass sie nicht übereinander liegen und somit keine Druckstellen bekommen.
  • Erst kurz vorm Verzehr waschen: So bleibt der Schutzfilm auf den Beeren und sie bleiben länger frisch.
  • Getrennt von anderem Obst & Gemüse lagern:Bananen stoßen ebenfalls das Reifegas Ethylen aus, was anderes Obst & Gemüse schneller reifen lässt. Falls dir die Banane noch zu grün ist, kannst Du dir das Ethylen jedoch zu Nutze machen: Lege die Bananen dann zum Beispiel neben Äpfel.
  • Innerhalb von 2 Tagen aufessen: Wenn dann überhaupt noch welche übrig sind ;)
Du kannst Erdbeeren auch einfrieren. Danach sind sie jedoch sehr matschig und eignen sich nur noch in pürierter Form in Eis oder Smoothies. Hinweis: Leider musst Du Erdbeeren mit kleinen, dunklen oder weichen Stellen direkt entsorgen, da sie möglicherweise krankmachende Mikroorganismen beinhalten.

Zitronen aufbewahren: Wie Du Zitronen richtig lagerst

Sauer macht lustig! Ein Schuss Zitronen tut immer gut - ob im Wasser, Tee, Salatdressing oder oder oder... In Deutschland sind Zitronen leider nicht heimisch. Um lange Transportwege zu vermeiden, greife zu Zitronen aus Europa z.B. Italien - bestenfalls aus biologischem Anbau.

Um Zitronen richtig aufzubewahren, beachte die folgenden Tipps:

  • Besser nicht im Kühlschrank lagern: Zitrusfrüchte sind empfindlich gegen Kälte. Zimmertemperatur oder ein nicht zu kaltes Fach im Kühlschrank (mindesten 10 Grad) vertragen Zitronen am besten.
  • Druckstellen vermeiden: Kaufe nur so viele Zitronen, wie Du brauchst, und achte auf einen gewissen Abstand zwischen ihnen.
  • Stückchenweise abschneiden: Wenn Du nur ein bisschen Zitronensaft brauchst, halbiere die Zitrone nicht gleich sondern schneide nur an einem Ende ein Stück ab, um somit große offene Oberflächen zu reduzieren.
  • Keine Aluminiumfolie bei angeschnittenen Zitronen: Abgesehen davon, dass Du Aluminiumfolie grundsätzlich im Haushalt vermeiden kannst, ist sie bei angeschnittenen Zitronen besonders gefährlich, da die Zitronensäure das Aluminium stärker aufnimmt.
  • Zitronenhälfte mit Schnittfläche nach oben lagern:Zum Beispiel im Eierhalter des Kühlschranks. Die Schnittstelle trocknet dann zwar relativ schnell ein, bildet damit aber gleichzeitig einen Schutz vorm Austrocknen der restlichen Frucht.
Haltbarkeit nicht angeschnitten: 6-7 Tage bei Zimmertemperatur, im Kühlschrank luftdicht 3-4 Wochen.

Wie Du siehst, ist es mit ein paar Tricks ganz leicht, die Haltbarkeit und Frische von Deinem eingekauften Obst zu erhalten und zu verlängern. Zusätzlich dazu ist es ratsam, immer nur so viel einzukaufen, wie Du in den nächsten Tagen verbrauchen wirst. Wie Du Deinen Kühlschrank am besten befüllst, zeigt Dir die folgende Grafik:

Wie du deinen Kühlschrank richtig füllst
Wie Du Deinen Kühlschrank richtig befüllst

Quellen:

Gute Küche - Angeschnittene Zitronen aufbewahren

Mehrwert - Richtig lagern 

Ökotest - Äpfel lagern 

Smarticular - Zitronen lagern 

Zu gut für die Tonne - Tipps für zuhause