Einstiegsqualifizierung

Einstiegsqualifizierung bei SIRPLUS

Aufgrund von Krieg und Terror sind momentan weltweit fast 68 Millionen Menschen gezwungen aus ihren Heimatländern zu flüchten. So viele Menschen gleichzeitig auf der Flucht gab es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Besonders betroffen dabei sind Syrien, Irak, Afghanistan und Somalia. Der Großteil von ihnen flieht in die Nachbarländer. Die Türkei, der Iran und der Libanon haben Millionen an Geflüchteten aufgenommen. Aber auch nach Europa fliehen Hunderttausende von den Betroffenen. Nach dem ca. 890.000 Geflüchtete 2015 nach Deutschland gekommen sind, sind die Zahlen der registrierten Asylsuchenden in Deutschland wieder stark gesunken. Im Jahr 2017 wurden ca. 187.000 Asylsuchende registriert, etwa so viele wie im Jahr 2014.

Viele Geflüchtete sind noch jung, gut ausgebildet und haben die Hoffnung in Deutschland Arbeit zu finden. Die Beschäftigungsquote der Menschen aus den Krisengebieten Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien ist daher steigend. Im März diesen Jahres lag die Beschäftigungsquote bei 25,8%, fast doppelt so hoch wie 2016 (15%).

Inzwischen hat jeder vierte Migrant einen Job. Hilfreich dabei ist die Einstiegsqualifizierung.


Einstiegsqualifizierung… was ist das eigentlich?

Wie auch die Lebensmittel bei SIRPLUS, die über Umwege zu uns kommen, bieten wir Ausbildungssuchenden über die Einstiegsqualifizierung eine Möglichkeit von einem Langzeitpraktikum in eine Ausbildung übernommen zu werden.

Die Einstiegsqualifizierung, kurz EQ, wird von der Bundesagentur für Arbeit betrieben. Ausbildungssuchende, die sich noch keine Ausbildungsplatz sichern konnten, können über das EQ-Programm in einem 6- bis 12-monatigem Praktikum den Ausbildungsberuf im Betrieb erproben. Die EQler nehmen parallel auch an der Berufsschule teil und bekommen dort die Inhalte des ersten Ausbildungsjahr vermittelt. Wenn der Praktikant und der Ausbildungsbetrieb während des Praktikums voneinander überzeugt sind, kann dies zu einem Ausbildungsvertrag führen.

Auch geflüchtete Menschen können über das EQ-Programm an eine Ausbildung herangeführt werden, wenn diese keinen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss besitzen.


Unsere EQler

Da wir bei SIRPLUS nicht nur Nachhaltigkeit und eine enkeltaugliche Lebensweise zum Mainstream machen wollen, sondern auch im sozialen Bereich vorbildlich agieren möchten, waren wir alle sofort begeistert von dem EQ Programm.
Vor nunmehr einem Jahr hat uns die liebe Anne von dem Programm erzählt und engagiert sie sich seitdem als Ausbilderin für unsere EQler und Auszubildenden.
Uns überzeugt an dem Konzept, dass wir Menschen, die teilweise seit Jahren auf einen Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz warten, die Möglichkeit geben können, sich zu noch mehr zu integrieren und ihre Kraft und Energie etwas Sinnvollem zu widmen.
Mit der Teilnahme am EQ Programm möchte SIRPLUS auch gesellschaftlich etwas zurück- und auch weitergeben und findet es wichtig damit ein Zeichen zu setzen und andere Unternehmen zum Mitmachen zu motivieren.

Das EQ-Programm ist eine Chance für Geflüchtete eine Ausbildungsstätte zu bekommen trotz Schul- oder Sprachproblemen oder den geforderten Voraussetzungen und somit auch eine Möglichkeit haben ihren gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.
Denn nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen können wir den immer noch hunderttausenden Menschen die händeringend eine Ausbildung in Deutschland suchen einen Platz in der Gesellschaft ermöglichen. Nicht nur Geflüchtete können an dem Programm teilnehmen, sondern auch Deutsche die es schwer haben einen Ausbildungsplatz zu finden.

“Wir wollen nicht nur einen Beitrag zum Thema Lebensmittelverschwendung leisten, sondern auch unsere Verantwortung als Arbeitgeber nachgehen und jedem Menschen die Chance geben, Teil unserer Mission zu werden.” erklärte Kim, unsere HR Managerin.

2017 haben vier Geflüchtete aus Afghanistan, Ägypten und Syrien das EQ-Programm mit SIRPLUS begonnen. Aminullah, Farhad und Sameh haben dieses Jahr ihre Ausbildung bei uns begonnen. In den nächsten Wochen stellen wir euch diese drei Auszubildenden näher vor
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