Zwiebeln lagern: So bleiben sie wochenlang frisch und knackig

Zwiebeln lagern: So bleiben sie wochenlang frisch und knackig

Kaum ein Gemüse landet so häufig im Kochtopf wie die Zwiebel und kaum eines wird so oft falsch aufbewahrt. Dabei ist Zwiebeln lagern eigentlich kein Hexenwerk, wenn Du ein paar einfache Regeln beachtest und Deine Zwiebeln richtig lagerst. Richtig gelagert halten sich Zwiebeln nämlich mehrere Monate, ohne weich zu werden, zu schimmeln oder vorzeitig auszutreiben.

Bei SIRPLUS dreht sich seit jeher alles um die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und ein großer Teil davon beginnt schlicht zu Hause, in der eigenen Küche. Wer Zwiebeln richtig lagert, wirft weniger weg, spart bares Geld und hat immer eine Grundzutat griffbereit. Grund genug, sich das Thema einmal genauer anzuschauen.

Zwiebeln richtig lagern: Die wichtigsten Grundregeln

Wenn Du Deine Zwiebeln richtig lagern möchtest, kommt es vor allem auf die Umgebung an. Zwiebeln sind zwar recht robust, reagieren aber empfindlich auf Feuchtigkeit, Wärme und Licht. Folgende Grundregeln solltest Du beim Lagern beachten:

  • Dunkel: Licht regt Zwiebeln zum Austreiben an und lässt sie bitter schmecken.
  • Trocken: Feuchtigkeit ist der größte Feind – sie begünstigt Schimmel im Inneren der Zwiebel.
  • Kühl: Ideal sind Temperaturen zwischen etwa 8 und 10 Grad Celsius.
  • Luftig: Zwiebeln brauchen Luftzirkulation, sonst stauen sich Feuchtigkeit und Wärme.
  • Ohne Plastik oder Alufolie: Beides fördert Schimmel beziehungsweise kann sogar auf die Zwiebel übergehen.

Kurz gesagt: Ein kühler, dunkler und gut belüfteter Platz ist für Zwiebeln fast immer die richtige Wahl. Wo genau Du diesen findest, hängt natürlich davon ab, wie Deine Wohnsituation aussieht.

Wo Zwiebeln lagern? Die besten Orte in Haus und Wohnung

Nicht jeder hat einen klassischen Keller zur Verfügung, und auch das muss bei diesem Thema kein Problem sein. Entscheidend ist eigentlich nur, dass der gewählte Ort dunkel, trocken, kühl und luftig ist. Ob das nun ein Keller, eine Speisekammer oder ein Küchenschrank ist, spielt am Ende keine große Rolle.

Zwiebeln lagern ohne Keller: Diese Alternativen funktionieren

Wer also Zwiebeln ohne Keller lagern möchte, findet trotzdem in fast jeder Wohnung geeignete Alternativen:

  • Ein Küchenschrank, der nicht direkt neben Herd, Backofen oder Heizung liegt
  • Die Speisekammer, sofern vorhanden – hier ist es meist angenehm kühl und dunkel
  • Ein schattiger, geschützter Balkon oder eine Terrasse (bei mildem Wetter, in einer Holzkiste oder einem Korb)
  • Ein Vorratsraum oder eine Abstellkammer abseits von Fenstern

Wichtig ist nur, dass die Zwiebeln nicht direkt in der Sonne stehen und nicht in der Nähe von Wärmequellen gelagert werden, sonst treiben sie schneller aus, als Dir lieb ist.

Zwiebeln im Kühlschrank lagern: Sinnvoll oder nicht?

Ganze, weiße Speisezwiebeln gehören eigentlich nicht in den Kühlschrank: Sie sind kälteempfindlich und werden dort schneller weich oder schimmeln durch die höhere Luftfeuchtigkeit im Gemüsefach. Zwiebeln im Kühlschrank lagern ist trotzdem in bestimmten Fällen sinnvoll:

  • Rote Zwiebeln und Frühlingszwiebeln vertragen Kälte grundsätzlich besser und halten sich im Kühlschrank etwas länger.
  • Angeschnittene oder geschälte Zwiebeln gehören immer in den Kühlschrank – am besten in einer gut verschlossenen Dose mit der Schnittfläche nach unten, damit sie nicht so schnell austrocknen oder Gerüche annehmen.

Für den Vorrat an ganzen Zwiebeln bleibt also der kühle Schrank oder die Speisekammer meist die bessere Wahl.

Der richtige Behälter: Zwiebeln lagern in Netz, Korb & Co.

Auch der richtige Behälter macht beim Zwiebeln lagern einen spürbaren Unterschied, denn Zwiebeln brauchen vor allem eines: Luft. Bei der Suche nach dem passenden Behälter zum Zwiebeln lagern haben sich diese Optionen bewährt:

  • Stoffnetze oder Zwiebelnetze, wie man sie oft vom Wochenmarkt kennt
  • Offene Körbe aus Holz, Weide oder Draht
  • Keramik-Zwiebeltöpfe mit kleinen Luftlöchern, die gleichzeitig noch dekorativ sind
  • Flache Kisten oder Schalen, in denen die Zwiebeln nicht aufeinanderliegen

Wovon Du hingegen die Finger lassen solltest: geschlossene Plastiktüten, luftdichte Dosen und Alufolie. All das staut Feuchtigkeit und beschleunigt Schimmelbildung – genau das Gegenteil von dem, was Du erreichen möchtest.

Kartoffeln und Zwiebeln zusammen lagern – (k)eine gute Idee?

Ein Klassiker in vielen Küchen: der gemeinsame Vorratskorb für Kartoffeln und Zwiebeln. Auf den ersten Blick spricht auch einiges dafür, schließlich mögen beide es kühl, dunkel und trocken. Trotzdem lautet die Antwort auf die Frage, ob man Kartoffeln und Zwiebeln zusammen lagern sollte: besser nicht.

Der Grund liegt in den Reifegasen, die Zwiebeln beim Lagern abgeben. Diese regen Kartoffeln dazu an, schneller auszutreiben. Umgekehrt geben Kartoffeln Feuchtigkeit ab, die wiederum Zwiebeln schneller faulen lässt. Beide beeinflussen sich also gegenseitig negativ, auch wenn die Lagerbedingungen auf den ersten Blick ähnlich wirken.

Getrennte Behälter im selben Schrank oder derselben Speisekammer sind daher die deutlich bessere Lösung, so bleiben beide länger frisch.

Wie lange kann man Zwiebeln lagern?

Die Frage wie lange kann man Zwiebeln lagern lässt sich nicht ganz pauschal beantworten, da es auf Zwiebelsorte und Lagerbedingungen ankommt. Als grobe Orientierung gilt:

Zustand Lagerung Haltbarkeit
Ganze, unbeschädigte Zwiebeln dunkel, kühl, trocken, luftig bis zu sechs Monate
Angeschnittene oder geschälte Zwiebeln Kühlschrank, verschlossene Dose etwa zwei bis drei Tage
Tiefgekühlte, gehackte Zwiebeln Gefrierfach bis zu zwölf Monate, die Konsistenz verändert sich nach dem Auftauen etwas

Ob eine Zwiebel noch gut ist, merkst Du übrigens meist ganz einfach: Weiche Stellen, Schimmel, ein unangenehmer Geruch oder stark ausgetriebene grüne Triebe sind klare Signale, dass sie entsorgt werden sollte. Ein leichtes grünes Trieb-Ansätzchen dagegen ist meist unbedenklich und kein Grund, die Zwiebel wegzuwerfen. Hier lohnt sich, wie generell beim Thema Mindesthaltbarkeitsdatum, ein Blick und eine Geruchsprobe statt eines vorschnellen Griffs zum Mülleimer.

Reste vermeiden: Was Du mit Zwiebelschalen und Anschnitten machen kannst

Wenn Du Zwiebeln schon richtig lagerst, kannst Du gleich noch einen Schritt weitergehen und auch die Reste sinnvoll nutzen. Zwiebelschalen eignen sich zum Beispiel hervorragend für selbst gemachte Gemüsebrühe, und angeschnittene Reste lassen sich fast immer noch in der nächsten Mahlzeit unterbringen. Weitere Ideen gegen Lebensmittelverschwendung findest Du in unseren Rettertipps und in der SIRPLUS Resteküche.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Zwiebeln lagern

Wie lagert man Zwiebeln am besten?

Am besten an einem dunklen, trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort, zum Beispiel in einem Netz, Korb oder Zwiebeltopf, nicht in geschlossenen Plastiktüten.

Wie lange sind angeschnittene Zwiebeln haltbar?

Angeschnittene Zwiebeln solltest Du im Kühlschrank aufbewahren, in einer verschlossenen Dose mit der Schnittfläche nach unten. Dort halten sie sich etwa zwei bis drei Tage.

Dürfen Zwiebeln in den Kühlschrank?

Ganze, weiße Zwiebeln eher nicht, da sie kälteempfindlich sind. Rote Zwiebeln und Frühlingszwiebeln vertragen Kälte etwas besser, angeschnittene Zwiebeln gehören grundsätzlich in den Kühlschrank.

Warum sollte man Zwiebeln nicht neben Kartoffeln lagern?

Weil Zwiebeln Reifegase abgeben, die Kartoffeln schneller keimen lassen, während Kartoffeln Feuchtigkeit abgeben, die Zwiebeln eher faulen lässt.

Woran erkenne ich, ob eine Zwiebel schlecht geworden ist?

An weichen, matschigen Stellen, Schimmel, unangenehmem Geruch oder stark ausgetriebenen grünen Trieben. Ein kleiner grüner Ansatz allein ist meist noch unbedenklich.

Kann man Zwiebeln einfrieren?

Ja, am besten geschält und gehackt in einem Gefrierbeutel oder einer Dose. So halten sie sich bis zu zwölf Monate, verändern beim Auftauen aber leicht ihre Konsistenz.

Weiterlesen