Life in plastic is not fantastic

Im Juli heißt es: NEIN zu Plastik! Wir haben für Dich aufgeschrieben, was der #plasticfreejuly bedeutet, welche EU-Norm dazu in Kraft getreten ist und wie wir das Thema Plastik und Plastikverpackungen handhaben.  

Good News für den Plastic free July

Der Plastic Free July ist eine Initiative, die sich gegen die Nutzung von Plastik und die Produktion von Plastikmüll richtet und allerlei Maßnahmen dafür vorschlägt. 2021 ist in dieser Hinsicht ein Erfolgsjahr: Seit Juli sind Kunststoffeinwegprodukte, für die es nachhaltigere Alternativen gibt, laut einer neuen EU-Norm verboten. Dazu gehören u.a. Wattestäbchen, Plastikbesteck und -teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonhalterungen (Quelle).

Wie #plasticfree sind wir bei SIRPLUS?

Das Thema Plastik spielt in Zusammenhang mit unseren geretteten Lebensmitteln immer wieder eine Rolle - sowohl für unsere Kund:innen, als auch für uns selbst. Wenn Du in unserem Online Shop oder unseren Rettermärkten auf Lebensmittelrettung gehst, wirst Du sicherlich das ein oder andere Produkt gesehen haben, das eher in mehr als wenig Plastik verpackt ist. Der Kritik, dass wir auch solche umweltfeindlichen Produkte retten und im Sortiment haben, sind wir immer wieder ausgesetzt. Das ist auch berechtigt, denn allein im Meer, wohin Plastikrückstände ständig gelangen, richtet das Verpackungsmaterial enorme Schäden an: Pro Jahr sterben allein 135.000 Meeressäuger an den Folgen (Quelle).

Plastik ist so gar nicht fantastisch: SIRPLUS Gründer Raphael mit Teammitglieder:innen auf dem Klimastreik im September 2019

Wieso wir auch Produkte in Plastikverpackung retten: Grund 1

Generell retten wir alles, was wir retten können, auch wenn das Produkt nicht besonders nachhaltig produziert oder verpackt ist. Dazu gehört auch, dass wir Produkte nehmen, die aus den Händen eher berühmt berüchtigter Lebensmittelkonzerne stammt - diese sind besonders häufig unnachhaltig verpackt. Indem wir solche Produkte für einen sehr geringen Preis abkaufen, verdienen große Konzerne nicht mehr daran. Außerdem nimmt die Primärnachfrage ab - schließlich musst Du als unser:e Kund:in das Produkt nicht mehr im direkten Vertrieb einkaufen und die ganzen dafür aufgewendeten Ressourcen fallen weg. 

Stets gilt: Wenn sich die Möglichkeit bietet, von nachhaltigen, fairen oder veganen Marken Ware zu bekommen, nehmen wir diese aber bevorzugt wahr und "promoten" diese Produkte bzw. Partnerschaft eher als andere. Vielleicht ist Dir schon im Online Shop (oder in unseren Rettermärkten) die große Bandbreite an Produkten mit Bio-Qualität bzw. rein vegetarischen oder veganen Inhaltsstoffen sowie Fairtrade-Marken aufgefallen? Unserer Erfahrung und Überzeugung nach führt ein sowohl-als-auch eher zum Ziel als ein entweder-oder.

Wieso wir auch Produkte in Plastikverpackung retten: Grund 2

Das Allerwichtigste für uns: In jedem geretteten Produkt stecken Unmengen an Ressourcen - und in plastikverpackten Produkten besonders. Produktion, Anbau (z.B. Landnutzung oder Wasser),Transport und auch die Verpackung fordern enorme Energie, die wertgeschätzt und nicht umsonst aufgewendet wird, indem wir die Produkte gemeinsam retten. Möchten wir mit Dir den Inhalt retten, gehört dazu leider auch die (in manchen Fällen) umweltschädlich produzierte Verpackung. Mit Deinem Einkauf rettest Du die wertvollen, für das Produkt aufgewendeten Ressourcen und schenkst ihnen ihre Wertschätzung zurück. Wie viel CO2e Du mit einer unserer Boxen sparst, haben wir zum Beispiel schon mal hier für Dich aufgeschrieben.

Wie viele CO2e Du beim Lebensmittelretten einsparst

Unsere Anti-Plastikmaßnahmen

Einiges konnten wir in Sachen Plastikvermeidung schon erreichen: Wir freuen uns, Dir mit unserer Unverpackt-Ecke im Rettermarkt in der Schloßstraße die Möglichkeit zu geben, ganz und gar plastikfrei Deinen Einkauf zu erledigen. In unserem Rettermarkt in der Wilmersdorfer Straße 58 kannst Du die Speisen aus unserem Bistro in den nachhaltigen, wiederverwendbaren Behältern von VYTAL mit nach Hause nehmen. 

Auch unseren Verpackungsprozess für den Online Versand haben wir verbessert: angefangen bei unserem Polstermaterial aus recycelter Pappe oder wiederverwendeter Folie bis hin zum klimaneutralen Versand der Pakete über DPD Total Zero und DHL GoGreen. Selbst bei beschädigten Retourenpaketen verwenden wir noch einmal Arbeitskraft darauf, die Produkte ggf. zu säubern, nach Möglichkeit wieder in unserem Lager einzusortieren und somit ein weiteres Mal zurück in den Kreislauf zu bringen.

Wie wir Plastik in Zukunft weiter vermeiden und damit der Umwelt etwas Gutes tun können, bleibt eines unserer Hauptanliegen.

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